Praxistest: Dörr Snapshot Multi 8.0i HD

Praxistest: Dörr Snapshot Multi 8.0i HD

Dörr Wildlifekamera - deutsche Ingenieurskunst auf höchstem Maße
Die Welt der Wildnis birgt eine Menge Geheimnisse und interessante Zeiten, beispielsweise die der Brutzeit verschiedener Wildvögel oder das Aufziehen eines Rehkitzes. Gerade die Zeit zwischen Februar und Mai beinhaltet viele atemberaubende Szenarien wie die Geburt von Jungtieren und den Start in die Sommersaison. Doch viele Tiere sind sehr scheu und gerade junge Tiere benötigen eine Menge Ruhe und Erholung. Als Alternative zur klassischen Beobachtungen mit dem Fernglas bietet sich eine Wildkamera an, deren Nutzung mit vielen Vorteilen einhergeht. Inwiefern die Dörr Snapshot Multi 8.0i HD eine sinnvolle Investition für Jäger, Förster und Grundstücksbesitzer ist und mit welchen Features sie punkten kann, zeigt der folgende Testbericht.

Design und Verarbeitung
An ihre Einsatzumgebungen angepasst, tritt die kleine Wildkamera im Tarndesign auf. Ihr Aufbau ist recht simpel, wenige Schalter und Scharniere garantieren eine hohe Robustheit. Im Vergleich zu diversen Mitbewerbern wirkt das Gehäuse deutlich robuster und widerstandsfähiger. Dabei gliedert sich das olivgrüne Design in Verbindungen mit verschiedenen bräunlichen Abstufungen ideal in das Erscheinungsbild der Bäume unserer Breiten ein. So fällt die Kamera – ist sie einmal an einem Baumstamm befestigt – weder dem Tier noch Menschen störend auf, was eine Natürlichkeit der Aufnahmen gewährleistet und gleichzeitig Demolierungen und Diebstahl vorbeugt. Wird dennoch versucht, das robuste Gerät zu entwenden, verhindert dies der integrierte Diebstahlsschutz, welcher mit einem 4-stelligen Passwort einhergeht. Er garantiert eine beschwerdefreie Zeit der Überwachung ganz ohne Sorgen, den Kameraverbleib zu kontrollieren. So können Langfinger dem Gerät nichts anhaben und auch vor Wind und Wasser schreckt das nach IP54 zertifizierte Wunderwerk deutscher Technik nicht zurück, sodass längere Reportagezeiträume keinerlei Problem darstellen.

Hohe Flexibilität
Um eine möglichst hohe Flexibilität zu bieten, setzten die Entwickler im Hause Dörr auf ein Befestigungssystem, das mehrere Arten der Befestigung ermöglicht. Die klassische Befestigung an einem Baum wird dabei mittels eines Gurtes vorgenommen, an dem die Kamera unter Zuhilfenahme eines Clipverschlusses eingehakt wird. Ein weiterer Kugelkopf realisiert jeden erdenklichen Aufnahmewinkel, doch dank des großen Erfassungsradius` von bis zu 20 Metern ist eine allzu genaue Ausrichtung nicht nötig. Ein echter Vorteil, gerade dann, wenn es darum geht, größere Gebiete zu überwachen. Optional können dazu natürlich auch mehrere Kameras eingesetzt werden, die individuelle Namensprägung auf jedem einzelnen erstellten Bild ist frei wählbar, sodass die Aufnahmen verschiedenen Kameras zugeordnet werden können. Das Dörr Haltesystem ist eine zusätzliche Ausrüstung, welche eine unkomplizierte Befestigung an Bäumen ermöglicht. Die Kamera rastet im Haltesystem ein, hält sicher und ist für einen Standortwechsel rasch wieder entnommen. Mithilfe des Kugelkopfs kann die Kamera individuell augerichtet werden.

Kernqualität – die Bildauflösung
Apropos Aufnahmen – es stehen bis zu 8 Megapixel zur Verfügung. Aber nicht nur Standbilder lassen sich so zur Dokumentation sammeln. Auch Videoaufnahmen sind problemlos möglich, wahlweise in HDready (720p) oder sogar in FullHD mit 30 fps – allemal ausreichend für Detailtreue und Natürlichkeit. Für noch umfangreichere Analysen ist auch die zusätzliche Aufzeichnung von Tonmaterial wählbar. Selbstverständlich muss die Kamera dabei nicht pausenlos Material aufzeichnen, das keinerlei Tiere zeigt. Um solche Situationen zu vermeiden, ist auch ein Bewegungssensor mit an Bord. Er reagiert innerhalb kürzester Zeit (0,6s) und setzt so die Aufzeichnung in Gang. Damit ist auch die Beobachtung von Vögeln realisierbar. Eine Funkfernbedienung ist ebenfalls im Lieferumfang inkludiert, die es ermöglicht, Aufnahmen zu starten oder auszulesen. Ein ebenfalls besonders hilfreiches Feature ist die Wlan Funktion, die in Verbindung mit einer WiFi Karte genutzt werden kann und mit der Bilder schnell auf dem Tablet oder Smartphone landen und sich so unkompliziert teilen lassen, was eine kurze Auswertung der Fotos und Full HD Videos ermöglicht. Um die Auswertung zusätzlich zu vereinfachen, werden Datum, Uhrzeit und Temperatur sowie der schon erwähnte Kameraname auf den Bildern eingeprägt, was eine Zuordnung vereinfacht.

Der eigentliche Clou sind jedoch die Infrarot-Dioden, die auch nachtaktive Tiere erfassen und so einen Einblick gewähren, der sonst nur ganz wenigen vorbehalten ist. Dabei wird das unsichtbare Licht gleichmäßig verteilt – ein Garant für gleichmäßig belichtete Aufnahmen bei minimalem Aufwand. Die LEDs sind wahlweise auf eine Blitzreichweite bis zu 20 Meter einstellbar und damit je nach Destination flexibel wählbar. Diese Einrichtung geschieht wahlweise über die Fernbedienung oder unter Zuhilfenahme des 5 cm großen Farbdisplays. Die Möglichkeit, zwei Zeitfenster einzuprogrammieren gewährleistet zusätzliche Unabhängigkeit, eine Serienbildfunktion sorgt auch in rasanten Situation für scharfe Aufnahmen und rndet damit das Outdoorpaket gelungen ab.

 

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