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Praxistest: Fujifilm X-T10 + Fuji XF10-24mm F4.0 R OIS + Dörr Blitz DAF-320

Praxistest: Fujifilm X-T10 + Fuji XF10-24mm F4.0 R OIS + Dörr Blitz DAF-320

Fujifilm X-T10
Systemkameras stehen am momentanen Höhepunkt ihrer Zeit und erfreuen sich sowohl unter Hobby- als auch mittlerweile unter Profi-Fotografen einer wachsenden Beliebtheit. Das System hat viele Vorteile, doch ist es ein gänzlich anderes System als das einer herkömmlichen DSLR. Manch einem ist es zu modern und technikorientiert gehalten, der andere stört sich an der fehlenden Griffigkeit oder einfach an der Liebe zum Detail in Sachen Design. Doch dass es auch anders geht, beweist Fujifilm mit dem Kassenschlager X-T10, der unter anderem mit einem guten Rauschverhallten, hoher Wertigkeit und einem moderaten Anschaffungspreis glänzen kann. Wie sich die Kamera in der Praxis schlägt und inwiefern hier das 10-24mm Objektiv und der Dörr DAF-320 eine Rolle spielen, zeigt der folgende Testbericht.

Design und Verarbeitung
Wie üblich sticht zunächst das markante Design ins Auge, sobald man die Kamera dem Umkarton entnommen hat. Mit einer wertigen Verarbeitung überzeugt der japanische Technikkonzern auf Anhieb und weiß zu gefallen. Aufgrund langjähriger Entwicklungserfahrungen setzen die Japaner durchweg auf eine Materialwahl, die versucht, Kompaktheit und Wertigkeit unter „einen Hut zu bringen“. Und das gelingt erstaunlich gut, wobei gleichzeitig auch das Retrodesign an vergangene, erlebnisreiche Jahrzehnte erinnert und sich noch immer markant und doch modern präsentiert. Für Nostalgiker ist die Version im klassischen Silberlook empfehlenswert, Pragmatiker greifen zur edlen schwarzen. Das Magnesiumgehäuse vereint dabei zwei hervorragende Eigenschaften: Stabilität und ein geringes Gewicht. Das macht die Fujifilm X-T10 zum idealen Begleiter für den Wander- oder Abenteuerurlaub. Lediglich allzu nass sollte letzterer nicht ausfallen, denn einen Staub- oder Spritzwasserschutz bietet Fujifilm erst ab der X-T1.

Der Blick ins Weite – Das Weitwinkel XF 10-24mm OIS
Für eben erwähnte bergige Touren und alltägliche Situationen empfiehlt es sich fast von selbst, zu einem Weitwinkel-Objektiv zu greifen, das die gesamte Szenerie mit atemberaubendem Rundumblick einfängt. Das XF 10-24mm F4.0 R OIS spielt sich dabei auf die vorderen Plätze, da es neben der ebenfalls sehr hochwertig ausfallenden Verarbeitung auch mit zwei Features glänzen kann, die den fotografischen Alltag erleichtern. Zum einen wäre da die durchgehende Offenblende von 4 zu erwähnen, die sowohl im Bereich der Natur-Fotografie als auch im Bereich der Streetart sämtliche Situationen abdeckt. Zum anderen ermöglicht der Bildstabilisator des Objektivs auch problemlos Verschlusszeiten von 1/20, ohne dabei ein Stativ zu erfordern. Diese Eigenschaften machen das Objektiv in Verbindung mit der X-T10 nicht nur zu einem guten Begleiter für die nächste Fotoreise sondern auch zu einem perfekten Back-Up für Videografen. Erstere erhalten aufgrund der Standard-Auflösung von 16,3 Megapixeln eine Kamera mit einem konkurrenzlosen Rauschverhalten in der Klasse der APS-C-Sensoren, wobei letztere aufgrund des sehr guten Full-HD-Modus' der Kamera mit bis zu 60 fps hochauflösende Videos produzieren können.

Sonstige Features
Neben den sehr detaillierten Möglichkeiten der individuellen Belegung einzelner Tasten und der 3 Drehräder kann die Kamera auch sonst im Test überzeugen. Ein Augensensor erkennt beispielsweise, wann der Fotograf die Kamera am Auge ansetzt und schaltet dann automatisch den Echtzeit-Sucher ein. Der Live-View hilft in Sachen Landschaftsfotografie vor allem dann, wenn manuell fokussiert werden soll. Benutzt man die Kamera regulär, kann man auf bis zu 49 Autofokusmessfelder des sehr präzisen und schnellen Autofokus-Systems zurückgreifen, die ein stets scharfes Bild ermöglichen. Lediglich ein Wehrmutstropfen bleibt: Aufgrund der kompakten Abmaße musste ein eventueller interner Blitz den verschiedenen aus Aluminium gefertigten Drehrädern weichen. Abhilfe schafft da der Dörr DAF-320, der mit einer Leitzahl von 32 selbst größere Räume angenehm natürlich ausleuchtet. Dank seiner TTL-Automatik analysiert er die vorherrschende Situation selbstständig und liefert stets eine saubere Belichtung. Der dreh- und schwenkbare Blitzkopf ermöglicht außerdem das indirekte Blitzen (auch „Bouncen“ genannt), welches wiederum für ein sehr weiches Licht sorgt, ohne auf eine Softbox zurückgreifen zu müssen.

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