Praxistest: Nikon Coolpix P900

Praxistest: Nikon Coolpix P900

Für Tourenfans und Abenteuer der Leidenschaft - die Nikon Coolpix P900
Längere Touren gehen oft mit interessante Fotomotiven und einzigartigen Momenten einher. Ganz gleich ob eine Wanderung durch die alpine Winterlandschaft, ein Urlaub an der Küste oder ein Aufenthalt in der subtropischen Klimazone. Doch eines haben all diese Locations gemeinsam: Ihre Motivvielfalt verlangt dem Fotografen und seiner Kamera eine Menge ab. Klassische DSLRs oder Systemkameras sind daher für diese Art der Erkundungen eher ungeeignet, zu häufig wäre ein Objektivwechsel von Nöten, zu ausladend demzufolge das Gepäck. Genau da setzt der Fotospezialist Nikon mit seiner neuen Coolpix 900 an. Was die gehobene Bridgecam auszeichnet und inwiefern sie der ideale Begleiter für Brennweiten-fordernde Touren ist, zeigt der folgende Testbericht.

Design und Verarbeitung
Äußerlich präsentiert sich der Body der Bridgekamera in erster Linie pragmatisch und robust verarbeitet. So gleicht die Kamera in den äußeren Abmaßen grob denen einer klassischen Systemkamera – mit dem Unterschied, dass die Dicke der Kamera der einer DSLR nahekommt, was keineswegs ein Nachteil ist. Denn dadurch formt sich eine überaus robuste Haltemulde heraus, die auch in schwierigen Situationen einen sicheren Halt gewährt. Dabei sticht das Superteleobjektiv im ausgefahrenen Zustand sichtbar heraus, bietet dabei aber gleichzeitig auch eine gute Möglichkeit des stabilen Halts. Eingefahren erinnert die P900 somit an eine kleine Einsteiger-DSLR. Auf der Rückseite dominiert in erster Linie das große und scharf aufgelöste Touchdisplay, welches mit 3 Zoll in der Diagonale bemaßt ist. Besonders für Videofilmer und Selfie-Fans bietet sich die P900 an, da der Screen auch dreh- und schwenkbar ist. So werden auch ungewöhnliche Blickwinkel und Perspektiven ermöglicht.

Kernthema Bildqualität – Was leistet die Kamera?
Nun, zuallererst sollte man klarstellen, dass die Sensorgröße nicht im Geringsten mit der einer ausgewachsenen APSC- oder gar Vollformat-DSLR mithalten kann. Doch gerade durch die verringerter Sensorgröße wurde Platz für den enormen Brennweitenbereich geschaffen, der im Alltag Kompromisse einfordert. So ist es natürlich selbstverständlich, dass die Bildergebnisse nicht mit einer Festbrennweite vergleichbar sind, sich aber dennoch erstaunlich scharf präsentieren, bedenkt man, dass die Kamera eine zum KB-Format äquivalente Brennweite von weitwinkligen 24mm bis hin zu Tele-lastigen 2000mm bietet. Damit ist es problemlos möglich, winzige Lebewesen nahezu formatfüllend abzulichten oder auch die Kraterlandschaft des Mondes zu dokumentieren. Dank des 83-fachen optischen Zooms ergibt sich so ein Brennweitenbereich, der die Linsen gegeneinander verschiebt, was einen Verzicht auf den digitalen Zoom mit sich bringt. Das gestaltet die mit 16 Megapixeln aufgelösten Resultate umso ansehnlicher.

 

Ebenso ansehnlich stellt sich der Funktionsumfang der Nikon Coolpix P900 dar. So trumpft die Kamera neben der großen Brennweitenabdeckung in allererster Linie mit einem integrierten GPS-Modul auf, das in dieser Kameraklasse mehr als unüblich ist und selbst in einigen Profi-Spiegelreflexkameras fehlt. Umso erfreulicher ist dessen Anwesenheit, die das Tracken von GPS-Informationen ermöglicht. So können ganze Bildarchive beispielsweise in Lightroom nach Aufnahmestandorten sortiert und katalogisiert werden - das bewahrt den Überblick und ermöglicht auch das Nachverfolgen ganzer Reiserouten. Des Weiteren wurde werksseitig auch ein Wifi-Modul integriert. So lässt sich die Kamera ganz einfach mit dem Smartphone oder Tablet koppeln und beispielsweise fernsteuern. Aber auch das Übertragen der Bildersammlungen ist so drahtlos möglich – direktes Teilen in den sozialen Netzwerken inklusive. NFC ergänzt den Funktionsumfang und erspart mühevolles Abtippen des Wifi-Codes – ein einziger Kontakt zwischen Kamera und Endgerät genügt zum Koppeln. SO stellt im Gesamten die GPS-/GLONASS-/QZSS-Unterstützung eine wesentliche Erweiterung des Funktionsumfangs dar.

Den krönenden Abschluss stellt die Videofunktion dar, die mit FullHD eine zeitgemäße Auflösung anbietet, wobei die Datenmengen moderat ausfallen. Der Bildstabilisator der Kamera gleicht dabei kleinere Verwackler aus und ermöglicht ein ruhiges Filmen mit hoher Flexibilität. Wer Videoschwenks sauber ausführen möchte, dem sei der VelFlo Fluid-Videokopf nahegelegt, der zusammen mit dem Bora Pro Video Stativ WF531B ausgeliefert wird. Diese Kombination ist besonders empfehlenswert, wenn längere Touren und Drehs geplant sind, dank der kompakten Abmaße und des praktischen 3-Wege-Neigers entstehen Aufnahmen voller Professionalität und Flexibilität.

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