Praxistest: Sony Alpha 6300 + Sony E PZ 16-50mm f3.5-5.6 OSS (SEL-P1650)

Praxistest: Sony Alpha 6300 + Sony E PZ 16-50mm f3.5-5.6 OSS (SEL-P1650)

Sony Alpha 6300 - einzigartige Geschwindigkeit
Sony hat in den letzten Monaten und Jahren einen großen Wandel durchgemacht. Im Bereich der AF-Geschwindigkeit und Autofokusnachführung lieferte Sony eine gute Performance ab, die aber mit den Bestwerten der Vergleichshersteller am Markt noch nicht ganz Schritt halten konnte. Genau die fehlende Komponente AF-Performance hat Sony nun endlich mit der Alpha 6300 ausgeglichen und ergattert sich im Punkt Schärfennachführung eine Spitzenposition am Markt.

Design und Verarbeitung – ein Handschmeichler
Rein äußerlich präsentiert sich die Systemkamera im Sony-typischen Design, das sich durch durchdachte Bedienstrukturen auszeichnet. Nach wie vor fertigt Sony die Alpha Serie in gewohnt hochwertigen Materialien, wobei hier ein robustes Gehäuse aus Magnesiumlegierung mit hochwertigen Kunststoffen perfekt harmoniesiert und so seine jeweiligen Vorteile zu einem idealen wetterfesten Gehäusekonzept vereint. Satte Wahlräder sind in Verbindungen mit klar definierten Druckpunkten der Tasten weiterhin ein Garant für einen hohen und intuitiven Bedienkomfort. Nach wie vor ist der Bildschirm und das Menü mit Einstellrädern und Tasten bedienbar. Über das FN-Menü kann der Anwender schnell und komfortabel alle wichtigen Kameraparameter sofort erreichen. Bei Bedarf lässt sich das FN-Menü auch individuell programmieren. In Sachen Ergonomie lässt sich ein Zuwachs verzeichnen, denn dank einer noch besser definierten Griffmulde und einer überarbeiteten lederartigen Oberfläche lässt sich die Alpha 6300 auch in rasanten Situationen gut beherrschen.

Zukunftsorientierte Ausstattung
Der TFT-Monitor lässt nach unten oder oben klappen und bietet mit 922.000 Bildpunkten eine hohe Auflösung. Noch überzeugender ist der XGA OLED Sucher, welche 2,4 Mill. Bildpunkte hat und eine sehr große Austrittspupille besitzt. Brillenträger werden sich über den tollen Oledsucher freuen. In der Videoaufnahme stehen nun satte 6K als Auflösung bereit, die allerdings auf 4K herunterskaliert werden. Damit wird ein volles Read-Out der gesamten Sensoroberfläche ermöglicht – und so bleibt bei der 16:9 Videoeinstellung mit 20 Megapixeln das Sensorformat in seiner gesamten Fläche erhalten. Im Sony eigenen Videoformat XAVC-S zeichnet die Alpha 6300 4K mit 30P und bis zu 100 mbit/Sekunde auf. Hier sind UHS-3 Speicherkarten wie die Lexar 1000x Pflicht. Im Full-HD Modus stehen bis zu 120 Bildern pro Sekunde zur Verfügung. Je nach eingesteller Auflösung lassen sich hieraus Zeitlupenvideos mit bis zu 30 Bildern/Sekunde erstellen. Für die Videoprofis stehen S-Log Gamma Profile, Zebrafunktion, Time Code, externer Mikroanschluß und Fokus Peaking zur Verfügung. Der neue Sensor wurde mit einer Kupferverdrahtung ausgestattet und liefert mit bis zu 14 Blendenstufen Dynamikumfang, verbesserten High-Iso Eigenschaften und einem schnellen AF eine tolle Leistung. In Verbindung mit dem Bionz X Bildprozessor sind die Ergebnisse auch für anspruchsvolle User sehr überzeugend. Ich habe in der APS-C Sensorklasse bisher keine bessere Sensortechnologie finden können, die mich in Bezug auf Dynamikumfang und Rauscharmut so überzeugen konnte. Aber so richtig überzeugen kann die 6300 in der AF-Geschwindigkeit. So lassen sich beispielsweise in rasanten Situationen ganze Highspeed-Bildserien mit 11 Bildern pro Sekunde im Live View schießen, die garantiert den richtigen Moment enthalten lassen. Besonders in Kombination mit dem High-Density AF mit Objektivverfolgung spielt die A6300 Ihre neuen Stärken aus. In Verbindung mit den 425 Phasendetektions-Autofokuspunkten der Alpha 6300 ergibt sich so ein Duo, das für alle Situationen und Lebenslagen gerüstet ist.

Landschafts- und Lifestylefotografen sei das Standardzoom E PZ 16-50mm OSS ans Herz gelegt, das mit einem Brennweitenbereich von 16mm bis hin zu 50mm aufwartet und so die meisten Reise- und Porträt-Situationen gut ablichtet. Es ist bildstabilisiert und besonders klein, was auch Street-Fotografen anspricht, die unauffällig und kompakt dokumentieren wollen.  Es liefert eine überzeugende Abbildungsleistung und natürliche Bildergebnisse, die in Verbindung mit dem 24 Megapixelsensor der Systemkamera durch eine brillante Schärfe und Auflösung zu beeindrucken wissen. Die Kombination aus Alpha 6300 und PZ 16-50mm wiegt zusammen rund 400 Gramm und lässt sich bequem mit einer guten Handschlaufe wie der Optech Mirroless tragen. Hier hat der Fotograf die Kombination für die Streetfotografie auch gleich griffbereit. Für den Transport empfiehlt sich eine kleine, kompakte und trendige Gürteltasche, wie die Dörr Motion S. 

Fazit
Die Sony Alpha 6300 ist ein kompakter "Alles-Könner" und somit ein neuer Meilenstein den Sony uns setzt. Das kompakte Sony PZ 16-50mm liefert eine überzeugende Leistung und ist die richtige Wahl für Anwender die eine leichte, kleine Optik auf der Kamera verwenden möchten.