Praxistest: Sony Alpha 7R II + Sony FE 24-240 mm F3.5-6.3 OSS

Praxistest: Sony Alpha 7R II + Sony FE 24-240 mm F3.5-6.3 OSS

Sony A7 R II - Megapixel treffen Megazoom
Mit der Alpha-7-Serie hat Sony den Sprung auf die Erfolgsplattform im Kamerasegment geschafft. Die beliebte Systemkameraserie zeichnet sich in erster Linie durch Innovation, eine hohe Leistungsbereitschaft und allerlei nützliche Features aus. Mit dem Nachfolgerprogramm hat der japanische Hersteller erneut sein Produktportfolio erweitert – mit großem Erfolg. Der bereits vorhandene Praxisbericht zur Alpha 7 R II zeigte klar die Vorteile der Kamera, die sich an ambitionierte Hobbyfotografen und professionelle Fotografen gleichermaßen richtet, sofern diese ein kompromissloses Produkt suchen. Doch erst mit der passenden Optik spielt ein guter Body seine Stärken richtig aus und genau um diese soll es im nun folgenden Bericht gehen. Was das 24-240 mm-Objektiv aus Sony-eigener Produktion auszeichnet und wie es sich in der Praxis schlägt, zeigt der folgende Testbericht.

Wie üblich zählt zunächst der erste Eindruck, der sich hier durchweg positiv gestaltet und präsentiert. So setzt Sony auf ein gutes Verhältnis zwischen Verarbeitung und Gewicht. Trotz der Tatsache, dass ein Großteil des Objektivs aus Kunststoff gefertigt wurde, hinterlässt es ein Gefühl der Wertigkeit und der Robustheit. Sowohl der Zoomring als auch der Ring für den manuellen Fokus laufen butterweich und ohne Ruckeln, allerdings recht straff, was keineswegs ein Nachteil sein muss. So sorgt das Objektiv stets für präzises Arbeiten, zumal der manuelle Fokus dank Focus-Peaking schon fast zum Standard eines jeden Sony-Nutzers gehört. Bei einem Gewicht von stattlichen 780g ist das Objektiv bei Weitem kein Leichtgewicht, beansprucht diesen Posten aber auch nicht, da es ohnehin dank des großen Brennweitenbereichs eine Vielzahl verschiedener Objektive zeitweilig ersetzen kann. Damit ist es prädestiniert für Reisen und längere Touren jeglicher Art, insbesondere dann, wenn eine große Motivvielfalt unter Berücksichtigung eines kleinen Gepäckvolumens gefragt bzw. gegeben ist. Und auch Touren durch feuchtes oder staubiges Terrain können dem Superzoom nichts anhaben. Denn in Verbindung mit der Sony A7 R II spielt es dank der Dichtungen seine Vorteile auch in diesem Bereich aus.

Abseits des äußeren Eindrucks zählt vor allem eines, wenn man sich dazu entschließt, ein solches Objektiv zu erwerben: Der große Brennweitenbereich. Und diesen liefert das Reiseobjektiv mit einer anfänglichen Brennweite im Weitwinkel von 24mm bis hin zu einer Telebrennweite von 240 mm. Die Blende des Allround Objektivs erstreckt sich dabei variabel über den gesamten Bereich, beginnend bei 3.5 bis hin zu 6.3. Damit gewinnt das Objektiv zwar keinen Preis in Sachen Offenblende, kann jedoch mit anderen Leistungen überzeugen, zumal Motive mit dem Reiseobjektiv dennoch freigestellt werden können, bedenkt man, dass die Hintergrundunschärfe von dem Zusammenspiel aus Blende und Brennweite abhängig ist. Und dank der 7 Blendenlamellen fällt das so entstehende Bokeh ruhig und ästhetisch aus.

In Sachen Schärfeleistung haben sich die technischen Ingenieure im Hause Sony wieder einmal verausgabt, denn diese ist wie auch bei den anderen E-Mount-Objektiven brillant und leidet nicht unter der großen Abdeckung des Brennweitenbereichs. Im Bildzentrum wird die obligatorische höchste Schärfe sichtbar, die zu den Rändern leicht abnimmt. Dies lässt sich reduzieren, sofern die Möglichkeit zum Abblenden besteht. Und auch Verzeichnungen und Vignettierungen stellen für die Sony A 7R II kein Problem dar, denn dank der kamerainternen Korrekturmöglichkeiten werden die ausgegeben JPEGs dahingehend sehr gut korrigiert, fotografiert man in RAW, so reicht es, in Lightroom oder Photoshop das passende Korrekturprofil anzuwählen.

Kommt das Objektiv an der A7 R II zum Einsatz, fokussiert es rasant und lässt keinen Augenblick verstreichen, der eingefangen und fotografiert gehört. In dieser Hinsicht ist eine deutliche Verbesserung zum Vorgänger der Kamera bemerkbar. Und auch der integrierte Bildstabilisator unterstützt den Fotografen dabei, längere Verschlusszeiten ohne Stativ zu realisieren. Videografen werden sich darüber ebenfalls freuen, steht das 4k-Material nun so ruckelfrei bereit.

Passende Artikel