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Praxistest: Panasonic Lumix DC-GX800 + 12-32mm + 35-100mm F4-5.6

Praxistest: Panasonic Lumix DC-GX800 + 12-32mm + 35-100mm F4-5.6

Klein, aber oho - die Panasonic GX800
Gerade auf Reisen, in der Stadt oder bei Ausflügen zählt es zu den schwierigsten Aufgaben, alle wesentlichen Utensilien zu verstauen. Angefangen bei der Verpflegung und der Kleidung zieht sich die leidige Thematik bis hin zur Kameraausrüstung, die natürlich auf gar keinen Fall fehlen darf. Dass es dabei oft nicht die große DSLR sein muss, beweisen die Systemkameras aus unseren Praxistests der unterschiedlichsten Hersteller. Doch mittlerweile stellen sich auch letztere dem erbitterten Kampf, noch kompaktere und dennoch vollwertige Systeme zu offerieren. Allen voran: Panasonic mit dem Zuwachs in Form der GX800. Wie das Kompaktwunder in der Praxis abschneidet, zeigt mein Bericht.

Klein, und doch so vollwertig
Das Gehäuse präsentiert sich äußerst edel und sehr stylisch im Retrostil, wie bei Panasonic bereits des öfteren Anwendung in der Vergangenheit fand. Vorrangig finden Komponenten aus hochwertigem Kunststoff und leichtem Aluminium Einsatz, die der Kamera ihr modernes Finish und leichtes Gewicht ermöglichen (Abmessungen Breite: 10,65cm x Höhe 6,4cm x Tiefe 3,3cm). Damit ergibt sich eine eingespielte Kombination aus Kompaktheit und Stabilität, die im Alltag impressive Landschaftsaufnahmen bis hin zum Selfie jede erdenkliche Situation mitmacht. Zugunsten der Kompaktheit wurde auf einen Handgriff verzichtet, doch dank der griffigen lederartigen Oberfläche beweist die Kamera ständig ihr sicheres Auftreten, das farblich sowohl im konventionellen Silber als auch im modernen Cognac-Braun erhältlich ist. Da die Kamera vor allem Blogger, Reiselustige und Social-Media-Enthusiasten adressiert, weicht der digitale Sucher dem intuitiven Touchscreen, der sich dank einer Diagonale von 3 Zoll sehr einfach und schnell bedienen lässt. Er ist um 180° kippbar, sodass die GX800 auch für Selfies zu verweden ist. Mit gerade einmal 300g eignet sich die Kamera damit perfekt für unterwegs oder den nächsten Outdoor-Trip. Wie man an den Bildbespielen sieht:

Bildqualität
Das Herzstück der Kamera bietet der obligatorische 16 Megapixel-Sensor, der wie üblich einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Auflösung und Rauschverhalten darstellt. Er überzeugt mit einem angenehmen Dynamikumfang, der es dem Nutzer auch in der Postproduktion erlaubt, die Tiefen gänzlich auszunutzen und aufzuhellen, auch die Lichter lassen noch gut Struktur und Zeichnung erkennen. Zusätzlich gestaltet sich die Bildschärfe nochmals besser, was nicht zuletzt dem Verzicht auf einen Tiefpassfilter zuzuschreiben ist. So lassen sich Selfie, Videos und Fotografien mit einem hohen Detailreichtum und sehr guten Kontrasten generieren. Dabei sitzt die Schärfe stets in der richtigen Ebene, der Hybrid-Kontrastautofokus leistet in der Praxis sehr gute Dienste.

Features und technische Highlights
Auch an Bord der GX800 ist die Post-Focus und Focus-Stacking-Funktion. Mit der Funktion Post-Focus werden Bilder in verschiedenen Schärfenebenen gespeichert, die dann in einem weiteren Menü mit Focus-Stacking zusammengefügt werden können. So ergeben sich Bilder die eine erweiterte Tiefenschärfe besitzen, oder in denen der Nutzer die Schärfenebene nachträglich verändern kann.

Blogger und Videografen dürften sich gleichermaßen über die 4K Funktionen freuen, das als neuer Standard ebenfalls mit an Bord ist. Hier ein Beispiel zum 4K-Foto, bei dem man aus einer Serienaufnahme einfach und bequem sein perfektes Foto heraussucht und mit ganzen 8MP abspeichern kann. Diese Funktion ist ganz besonders gut für Momente geeignet bei denen es mal schnell gehen muss.

Ganze 30fps in 4K sorgen für flüssige Bewegtaufnahmen. Wahlweise stehen auch 60 fps im Full-HD-Modus zur Verfügung. Mit einer Aufnahmezeit von rund 30 Minuten sind zudem selbst umfangreiche Szenerien gut abgelichtet. Bei unserer Vorpremiere der Panasonic GH5 hatte ich natürlich auch die GX800 mit dem 12-32mm dabei und konnte einige Momente einfangen. Hierbei habe ich den Autofokus verwendet, statt den Manuellen, um die schnelle Reaktion des Scharfstellens zu testen. Aufgenommen in Full HD 30p/s.

In Verbindung mit dem kompakten 12-32 mm-Objektiv ist so Panasonic ein wahrer Foto-Allrounder gelungen, der mit einem äußerst geringen Packmaß glänzt, ohne die Vorteile eines Wechselobjektiv-Systems mit Micro-Four-Thirds-Sensor auszusparen. Das Objektiv schlägt sich in der Praxis sehr gut und ist die ideale Wahl für längere Fototouren mit abwechslungsreichen Motiven.
Vereint mit dem 35-100mm schaut man übers Ziel hinaus. Ob im Makrobereich oder als Teleobjektiv - Der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt. Ein eindrucksvolles Bokeh sorgt für den runden Abschliff und die Darstellungsqualität lässt sich sehen:

Nach den selbigen lassen sich die getätigten Aufnahmen bequem via WiFi auf den Rechner übertragen und bearbeiten, Social-Media-Enthusiasten können ihre Ergebnisse auch direkt auf YouTube, Facebook und CO. teilen. Damit ist die Kamera gerade für Lifestyle-Affine, Blogger und Liebhaber des sozialen Netzwerks eine klare Empfehlung, die ihre Stärken sowohl im optischen als auch im multimedialen Bereich ausspielt.