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Einführung in die schwarz-weiß-Fotografie

Früher waren sie Standard, heute sind sie Besonderheit: Schwarz-Weiß-Fotos

Schwarz-Weiß war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die einzige Farbwelt für Fotos. Erst als Farbfilme auftauchten, entstand die Schwarz-Weiß-Fotografie als eigener Begriff. Bis heute strahlt sie eine künstlerische Atmosphäre aus.
Möchten Sie auch besondere Aufnahmen erstellen, die viel Emotion transportieren? Lernen Sie den Zauber der Schwarzweißfotografie im folgenden Beitrag kennen.


Was ist Schwarz-Weiß-Fotografie?

Eigentlich ist die Sache einfach: Wenn Sie schwarz-weiße Fotos machen möchten, müssen Sie lediglich die Farbe weglassen. Zurück bleiben aber nicht nur Schwarz und Weiß, sondern Graustufen. Ein Schwarz-Weiß-Foto umfasst einen Tonwertbereich von Weiß über Mittelgrau und Dunkelgrau bis hin zu Schwarz.

Diese Art der Fotografie ist mehr als das Weglassen von Gelb, Cyan, Rot, Magenta, Grün und Blau: Statt der Farben rücken andere Gestaltungsmöglichkeiten mehr in den Mittelpunkt, etwa Licht, Linien, Formen und Texturen.


Welche Wirkung haben Fotos in Schwarz-Weiß?

Die Dritt-Regel  Die Dritt-Regel

Wir nehmen die Welt durch Farben wahr: Sie helfen uns, unsere Umwelt zu erkennen und zu verstehen. Die Farbe Grün symbolisiert zum Beispiel die Natur und ein Gefühl von Hoffnung. Was geschieht, wenn Sie als Fotografin die Farbe einfach weglassen? Das Foto bildet nicht mehr die Realität ab. Es zeigt eine neue Wirklichkeit und reduziert das Gesehene auf das Wesentliche: eine prägnante fotografische Aussage.

Eine Reduzierung der Farbe heißt keinesfalls eine Reduzierung der transportieren Emotionen. Kein Wunder, dass diese Art der Fotografie so beliebt ist: Wir sind immer begeistert, welche starken Gefühle entfärbte Bilder ausstrahlen. Manchmal entdecken wir sogar Dinge, die uns sonst vor lauter Farben nicht aufgefallen wären.


Wofür kann ich Schwarzweißfotografie einsetzen?

So sehr wir diese Fotografietechnik lieben, müssen wir doch sagen, dass sie nicht zu jedem Motiv passt. Das Foto einer Wiese mit Laubblättern kann ohne bunte Farben leicht langweilig wirken.

Es braucht etwas Zeit, bis Sie ein Auge für gute Schwarz-Weiß-Motive entwickeln. Zur Inspiration stellen wir Ihnen die Genres vor, in denen Schwarzweißfotografie besonders beliebt ist:

  • Porträtfotografie: Die Nahaufnahme eines Gesichts, ganz ohne Farbe, wirkt stark auf Betrachtende. Denn die Persönlichkeit des Porträtierten steht im krassen Mittelpunkt. Körperhaltung, Augen, Mimik, Hautbeschaffenheit – das alles tritt stärker hervor und transportiert viel Charakter und Stimmung.
  • Landschaftsaufnahmen: Ob Natur oder Stadt, Landschaften sind häufig Motiv der Schwarz-Weiß-Fotografie. Durch die Bilder lernen Sie die Natur neu kennen. Sie zeigen, welches emotionale Potenzial Graustufen haben, von zart bis hart. Zeigt das Bild zum Beispiel eine Bergkette mit vielen schattigen Stellen, wirkt das bedrohlich. Auch Stadtlandschaften bieten mit ihren klaren Formen eine gute Kulisse für diese Technik.
  • Architektur: Der Übergang von der Stadtlandschaft zur Architektur-Fotografie ist fließend. Fast alle Gebäude bieten spannende geometrische Muster, die auf Schwarzweißfotos den Blick der Betrachtenden lenken. Sie haben außerdem verschiedene Oberflächenstrukturen, die in Graustufen besonders gut zur Geltung kommen.
  • Street Photography: Schwarz-Weiß kann sehr lebendig sein. Das Leben auf der Straße, ein Skateboarder oder eine zufällige Begegnung im Park – schwarzweiße Street Photography fängt die Beziehungen zwischen Menschen ein, ganz ohne ablenkende Farben. Das erfordert jedoch viel Übung: Es geht nicht um Schnappschüsse, sondern um vorausschauendes Abwarten und schnelles Reagieren, um ein beiläufiges Motiv einzufangen.
  • Stillleben: Bekannt als Arrangement von Gegenständen, kann es zufällig oder gewollt inszeniert sein. Schwarz-Weiß-Fotografie reduziert sämtliche Ablenkungen, damit die Betrachter die Essenz des Arrangements erkennen können: das Material, aus dem die Objekte sind und die Linien, die durch ihre Anordnung entstehen.


Worauf muss ich als Einsteiger achten?

Wenn Sie die Farbe weglassen, werden andere Dinge wichtiger: der Bildinhalt sowie Licht und Schatten. Lernen Sie, schwarz-weiß zu denken, und halten Sie bei der Motivsuche die Augen nach spannenden Linien, Formen und Texturen offen.

Welche Kameras eignen sich für Schwarzweißfotografie?


Nikon D7500
Nikon D7500 Gehäuse

Schwarz-Weiß-Fotografie funktioniert mit allen Geräten, die eine Kamerafunktion besitzen: ob Smartphone, Kompaktkamera, Systemkamera oder Spiegelreflexkamera.

Für analoge Kameras benötigen Sie einen speziellen Schwarz-Weiß-Film. Digitale Geräte bieten einen Schwarz-Weiß-Modus im Einstellungsmenü und dazu weitere Filter, mit denen Sie die Grauwerte steuern können.


Zwei Wege: Schwarz-Weiß-Modus oder Nachbearbeitung?

Früher benötigten Sie einen Schwarz-Weiß-Film und kamen so zu Ihrem Foto ohne Farben. Wenn Sie digital fotografieren, stehen Ihnen mehr Wege zur Verfügung:

1. Schwarz-Weiß-Modus der Kamera (oft als Monochrom-Modus bezeichnet und bei den Bildstilen zu finden, siehe Kamerahandbuch): Moderne Kameras machen Ihnen den Einstieg in das Thema leicht. Meist gibt es unterschiedliche Einstellungen inklusive der Möglichkeit, Farbfilter zu simulieren. Der Monitor Ihrer Kamera zeigt Ihnen das mögliche Ergebnis an. Sie können das Schwarz-Weiß-Sehen ausführlich üben und live testen, ob Ihr Motiv mit oder ohne Farbe besser wirkt.

Olympus PEN E-PL9

2. Nachbearbeitung des Bildes:
Stellen Sie an Ihrer Kamera ein, dass sie sowohl eine JPG- als auch eine RAW-Datei erstellt. Dann müssen Sie sich beim Betätigen des Auslösers noch nicht für oder gegen Farbe entscheiden. Das JPG-Foto ist schwarz-weiß. Im RAW-Format speichert die Kamera sämtliche Bildinformationen. Sie können das Foto also im Nachgang am Computer bearbeiten und die Farben in Graustufen umwandeln. Vom Kontrast über die Sättigung bis zu Farbfiltern: Bildbearbeitungsprogramme bieten Ihnen viele Optionen, um das Beste aus Ihrem Bild herauszuholen.


Was ist bei der Komposition anders?

Die Bildkomposition ist bei der Abwesenheit von Farben noch mal viel wichtiger. Die Struktur des Fotos muss klarer sein. Sie entsteht durch Hell-Dunkel-Gegensätze: Reduzieren Sie das, was Sie zeigen, auf das Wesentliche. Die Bildaufteilung muss deutlich sichtbar sein, damit der Betrachter weiß, wohin er schauen soll. Nutzen Sie die Drittelregel und platzieren Sie wichtiges auf den Schnittpunkten. Ihr Motiv sollte sich deutlich vom Hintergrund abheben.

Tipp: Hier erfahren Sie mehr zur Drittelregel.

Spielen Sie außerdem mit Licht und Schatten: Während Sie bei der Farbfotografie Schatten eher vermeiden, brauchen Sie sie bei der Schwarzweißfotografie. Schatten verleihen Ihrem Bild Tiefe. Bei Porträts betonen Sie beispielsweise Fältchen, was den Charakter des Menschen herausarbeitet.


Was muss ich über die Belichtung wissen?

Die Belichtung ist für ein zufriedenstellendes Ergebnis ebenso entscheidend. Denn alles – Kontraste, Formen, Texturen, Linien und Schatten – macht Licht erst sichtbar. Es zu finden, braucht etwas Übung. Extreme Lichtsituationen, wie Blitz oder starkes Sonnenlicht, sind hierbei ungünstig. Ein gutes Ergebnis hat verschiedene Graustufen. Das funktioniert weder bei Über- noch bei Unterbelichtung.
Positionieren Sie Ihre Kamera so, dass das Licht schräg auf das Objekt fällt: Das Licht sollte eine Richtung haben oder Muster erzeugen. Das macht Oberflächentexturen sichtbar und lässt abwechslungsreiche Schatten entstehen, die wichtig für die Bildtiefe sind.


Wofür brauche ich Farbfilter?

Mit Filtern können Sie die Grauwerte steuern. Das hilft Ihnen, die Stimmung des Bildes herauszuarbeiten. Viele moderne Kameras bieten mittlerweile die Möglichkeit, diese Filter digital zu simulieren.

Filter

Wirkung

Blau

Die Farbe reduziert Kontraste. Damit können Sie zum Beispiel den Himmel aufhellen.

Grün

Nutzen Sie diesen Filter, wenn Sie eine Landschaft fotografieren und die unterschiedlichen Grüntöne herausarbeiten möchten.

Rot

Rot betont Kontraste und reduziert Blautöne. So wird etwa der Unterschied zwischen Himmel und Wolken stärker, was für eine dramatische Stimmung sorgt.

Gelb

Dieser Filter ist das schwächere Geschwisterchen des roten Filters. Zusätzlich können Sie mit Gelb Hautunreinheiten kaschieren.

 

 

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Produktdetails
Nikon D7500 Gehäuse Nikon D7500 Gehäuse
719,00 € *
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